Ausbildungskonzept

 

Ausbildungskonzept der Grundschule Wellsee

 

1.    Allgemein

 

Das Ausbildungskonzept regelt ergänzend zu den Bestimmungen der APO II die Ausbildung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) an der Grundschule Wellsee. Es wird im Abstand von zwei Jahren in Absprache mit allen an der Ausbildung Beteiligten evaluiert.

 

2.    Leitlinien/Grundsätze
 

Wir wollen Ausbildungsschule sein, um unsere eigenen Erfahrungen hinsichtlich Unterricht und Schulentwicklung weiterzugeben. Durch die Arbeit der LiV an unserer Schule sollen neue pädagogische und fachliche Erkenntnisse der Hochschule und des IQSH in das Schulleben einbezogen und unser eigener Unterricht sowie die schulische Entwicklung reflektiert werden.

 

3.    Durchführung und Organisation

 

3.1. Rahmenbedingungen für die Ausbildung an der Grundschule Wellsee

Der Schulleiter und die Ausbildungslehrkraft (AL) sind verantwortlich für die Ausbildung der LiV.

An der Schule werden nicht mehr als drei LiV gleichzeitig ausgebildet (pro Semester eine LiV).

Ihr Unterricht ist auf vier Tage in der Woche zu verteilen. Nach Möglichkeit muss ihr Einsatz in verschiedenen Klassenstufen und Klassen erfolgen.

Die Schule verzichtet darauf, die LiV an modulfreien Tagen einzusetzen.

Hospitationsstunden und Unterrichtsstunden unter Anleitung werden nicht für Vertretungszwecke genutzt und liegen nach Möglichkeit nicht in der 5. und 6. Stunde.

Die LiV erteilt nach Möglichkeit keinen zusätzlichen und fachfremden Vertretungsunterricht.

LiV, AL und Schulleiter erhalten eine Checkliste über ihre Rechte und Pflichten zu Beginn der Ausbildungszeit.

 

 

3.2. Aufgaben der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV)

 

Die LiV führt in der Regel 10 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht pro Woche in ihren Ausbildungsfächern durch. Je eine Stunde wöchentlich erteilt sie Unterricht unter Anleitung der AL und hospitiert im Unterricht der AL. In diesen Stunden kann die LiV nach gemeinsamer Planung eine Unterrichtsphase gestalten und durchführen.

Zu jeder Unterrichtsstunde, in der die AL hospitiert, fertigt die LiV eine Verlaufsskizze mit den angestrebten Kompetenzen an (Kompetenzen sind schwerpunktmäßig darzustellen). Das eingesetzte Arbeitsmaterial wird in Kopie beigefügt.

(Beschreibung der Kompetenzen s. Anhang)

Die LiV sorgt dafür, dass die AL über den Inhalt der besuchten Module informiert wird. Ihnen händigt sie eine Übersicht über die zu besuchenden Module sowie die Kopien der Unterlagen aus, um zu gewährleisten, dass die Inhalte Eingang in die Unterrichtsgestaltung finden. Alle ausgehändigten Materialien der Module werden in einem Ordner „Ausbildung LiV“ abgeheftet.

Am Ende jedes Ausbildungssemesters bespricht die LiV ihr Portfolio mit den Ausbildungslehrkräften.

An folgenden schulischen Veranstaltungen nimmt sie verpflichtend teil:

  • als Gast an 2 Schulkonferenzen
  • Lehrer- und Fachkonferenzen
  • Zeugniskonferenzen
  • Schulfesten
  • Elternabenden
  • Führung von Elterngesprächen
  • Klassenfahrt (ggf. Organisation), falls die Möglichkeit vorhanden sein sollte

 

3.3. Aufgaben der Ausbildungslehrkräfte (AL)

 

Die AL begleiten die LiV während der Ausbildungszeit, leiten sie an und beraten sie in der fachlichen und pädagogischen Arbeit unter Einbeziehung der Ausbildungsstandards.

Vor Beginn des Vorbereitungsdienstes führt die AL ein Gespräch mit der LiV über die schulische und unterrichtliche Arbeit sowie die Gestaltung der Zusammenarbeit.

Die AL führt pro Woche in einer festgelegten Unterrichtsstunde ein Beratungsgespräch (flexible Handhabung auf Wunsch der LiV möglich). Die Termine werden dem Schulleiter mitgeteilt. Die Ergebnisse der Besprechungen werden schriftlich festgehalten und die Umsetzung überprüft.

Inhalt der Beratungsstunde:

  • Nachbereitung der Hospitationsstunde
  • Grundsätzliche Fragen der LiV
  • Fachliche Planung und Beratung
  • Führung des Klassenbuches
  • Arbeit als Klassenlehrer/in
  • Planung und Durchführung des Unterrichtsvorhabens für die Hausarbeit

Die AL führt pro Semester ein Orientierungsgespräch mit der LiV (März/September). Grundlage des Gesprächs bildet der Fragebogen (s. Anhang). Er sollte der LiV mindestens eine Woche vor dem Gespräch in Kopie ausgehändigt werden.

 

3.4. Aufgaben des Schulleiters

 

Der Schulleiter begleitet die LiV während der Ausbildungszeit, leitet sie an und berät sie in der fachlichen und pädagogischen Arbeit unter Einbeziehung der Ausbildungsstandards.

Zu Beginn des Vorbereitungsdienstes führt er ein einführendes Gespräch über Organisation und allgemeine Abläufe des Schullebens. Er übergibt der LiV ein Exemplar des Ausbildungskonzeptes.

Mindestens einmal pro Semester und Fach besucht der Schulleiter eine Unterrichtsstunde der LiV und führt ein persönliches, ausführliches Beratungsgespräch. Nach Möglichkeit nimmt die jeweilige AL teil.

Die Dienstliche Beurteilung der LiV für die Zweite Staatsprüfung wird mit den Ausbildungslehrkräften besprochen.

 

4. Kooperation

 

Die Lilli-Martius-Schule ist unsere Kooperationsschule.

Im 2. und 3. Semester unterrichtet die LiV eines ihrer Unterrichtsfächer in einer Gemeinschaftsschulklasse. Die Hospitation und Beratung werden von der jeweiligen AL durchgeführt. Die LiV verbleibt grundsätzlich mindestens bis zur Zweiten Staatsprüfung mit ihren Unterrichtsstunden in der Gemeinschaftsschulklasse, um den Kontakt zur Lerngruppe zu halten.

 

5.    Prinzipien der Unterrichtsgestaltung

 

Die LiV plant ihren Unterricht auf der Grundlage der 10 Merkmale guten Unterrichts von H. Meyer unter Einbeziehung entwicklungspsychologischer Erkenntnisse und der Bildungsstandards.

Entsprechend der Ausbildungsstandards ist der Unterricht geprägt von:

  • Handlungsorientierung
  • Lernen mit allen Sinnen
  • Differenzierung
  • Feedback
  • Schülerzentrierung

 

6.   Mitwirkung am Schulleben und Einbindung in das Kollegium

 

Die LiV wird in die Arbeit der Konferenzen und Fachkonferenzen eingebunden. Sie berichtet in der jeweiligen Fachkonferenz über Inhalte der fachspezifischen Ausbildungsveranstaltungen und stellt die entsprechenden Arbeitsmaterialien vor.

Auf eigenen Wunsch und mit Zustimmung der entsprechenden Lehrkraft hospitiert die LiV im Unterricht der Kolleginnen und Kollegen.

 

 

                                                                                                                        Anhörungsfassung Januar 2014

 

 

 

Anhang:

 

 

Ziele

 

Methodenkompetenz:

  • kommunizieren
  • ausprobieren
  • durchführen
  • ein Konzept entwickeln
  • gestalten
  • erproben
  • entwerfen, herstellen
  • nutzen, verwenden
  • einsetzen
  • auswählen
  • untersuchen

 

Sachkompetenz:

  • Elemente
  • Funktion
  • etwas erkennen, kennenlernen
  • erfahren, wissen, begreifen
  • sich etwas bewusst werden
  • Zusammenhänge erkennen
  • Bedeutung, Wirkung

 

Selbstkompetenz:

  • Ausdrucksmittel
  • bewusst werden
  • Wahrnehmungsfähigkeit
  • eigenes Tun, Handeln
  • Gefühle, Stimmungen
  • Verhaltensmuster entwickeln
  • Zuverlässigkeit, Beständigkeit

 

Sozialkompetenz:

  • Gruppe, Bereitschaft zur Zusammenarbeit
  • Rücksichtnahme
  • Kommunikation
  • Individualität akzeptieren
  • Verhalten
  • zuschauen, zuhören

 

 

Orientierungsgespräch / Beratungsgrundlage

 

Name der LiV: _______________________________

 

Name der Mentorin: __________________________

 

Datum des Gesprächs: ________________________

 

 

 

Inhalt / Frage

Antworten / Notizen

Was ist zu tun?

Wer tut es?

Bis wann?

1

Qualifikationen, Interessen, bes. Schwerpunkte der LiV / Möglichkeiten, diese in der Schule einzusetzen?

 

 

 

 

2

Persönliche Situation der LiV

 

 

 

 

 

3

Erfahrungen in Lehrerfunktionen

 

 

 

 

4

Wie setzt die Schule die LiV ein?

 

 

 

 

5

Wünsche der LiV hinsichtlich Einsatz in Unterricht und Schule - nächstes Halbjahr / Jahr

 

 

 

 

 

6

Was erwartet LiV von Mentorin?

 

 

 

 

 

7

Welche Unterstützung erwartet LiV von der Schule?

 

 

 

 

8

Was erwartet Mentorin von LiV?

 

 

 

 

9

Gestaltung der Zusammenarbeit LiV – Mentorin

 

 

 

 

10

Mitgestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten von Schule

 

 

 

 

11

Arbeitsschwerpunkte hinsichtlich Ausbildungsstandards / Portfolio

 

 

 

 

12

Selbstmanagement der LiV / 3-Schritt-Planung

(Halbjahr, Einheit, Stunde)

 

 

 

 

 

13

Einschätzung Stand der Ausbildung

 

 

 

 

14

Konsequenzen für die weitere Arbeit

 

 

 

 

15

Verbindliche Verabredungen

 

 

 

 

 

Eigenverantwortliche Selbstevaluation:

 

Leitfragen aus dem Portfolio:

  • Was habe ich getan?
  • Was habe ich daraus gelernt?
  • Welche Konsequenzen ziehe ich?

 

 

(kann, aber muss nicht mit der Mentorin besprochen werden)

 

 

Termin nächstes Orientierungsgespräch: __________________