Schulchronik

Die Grundschule Wellsee gehört zu den ältesten Schulen im Land und feierte im Herbst 2000 vom 26. bis zum 29. September 2000 mit 3 Projekttagen zum Thema „Schule früher und heute“ sowie einer Feierstunde am letzten Tag mit geladenen Gästen ihr zweihundertjähriges Jubiläum.

 

 

Auf ihrer Sitzung am 31. Mai 2001 beschloss die Schulkonferenz mit knapper Mehrheit, einen Arbeitskreis mit der Erarbeitung von Vorschlägen zur Umbenennung der Grundschule Wellsee zu beauftragen; nach zwei Jahren intensiver Auseinandersetzung in allen schulischen Gremien konnte kein Konsens gefunden werden.

Deshalb traf die Schulkonferenz am 19. Februar 2003 einstimmig die Entscheidung, den Beschluss aufzuheben und das Thema nicht weiter zu verfolgen.

 

Nachstehend wird über ausgewählte Schwerpunkte der Entwicklung der Grundschule Wellsee seit dem Beginn des Schujahres 2000-2001 zusammenfassend berichtet; alle Ereignisse und ihre genauen Termine können in der Schule erfragt werden.

 

Seit dem Schuljahr 2014-2015 erscheint vierteljährlich ein Newsletter auf der Homepage der Schule mit wissenswerten und interessanten Neuigkeiten.

 

Zudem wird entsprechend einer Empfehlung des Unabhängigen Datenschutzzentrums des Landes Schleswig-Holstein auf die Nennung der Namen von Lehrkräften und Funktionsträgerinnen und -trägern aus der Elternschaft weitgehend verzichtet; auch diese Informationen können in der Schule bei Bedarf erfragt werden.

 

Entwicklung der Schülerzahlen

 

Nach dem starken Ansteigen der Schülerzahlen auf über 300 Kinder durch das Neubaugebiet regulierte sich die Schülerzahl auf ca. 220 Schülerinnen und Schüler.

 

Bis zum Schuljahr 2012-2013 war die Schule durchgängig dreizügig; in den Schuljahren 2013-2014 und 2015-2016 konnten jeweils nur zwei 1. Klassen gebildet werden.

 

Im Schuljahr 2017-2018 werden drei 1. Klassen gebildet, so dass die Schule nur noch in der Jahrgangsstufe 3 zweizügig ist.

 

Schulgebäude und Schulgelände

 

Einen Schwerpunkt in diesem Bereich bildete seit dem Jahr 2000 die Gestaltung des Schulhofes und des weiteren Schulgeländes.

Finanzielle Unterstützung erfuhr die Schule hier durch den Schulförderverein Rönne/Wellsee e. V. ohne die die Umsetzung ebenso wenig möglich gewesen wäre wie ohne die tatkräftige Unterstützung der Elternschaft.

 

Auf der Grundlage des Ergebnisses eines schulinternen Planungs-Workshops am 11. Oktober 1999 wurden im Sommer 2000 durch den Schulträger die Rabatten neu angelegt und eingefasst.

Die Rabatten wurden dann im Oktober 2000 in einer gemeinsamen Aktion von Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern neu bepflanzt.

 

Der Belag des Schulhofes wurde im Frühjahr 2001 zur Hälfte abgetragen; an dessen Stelle entstand wiederum durch Mithilfe der Elternschaft aus Findlingen aus dem Neubaugebiet in Neu-Meimersdorf eine Felsenlandschaft; im Herbst 2004 erhält der Schulhof einen Kletterbaum, der im Frühjahr 2016 erneuert werden musste.

 

 

 

Im Jahre 2004 erfolgte im Herbst wieder mit tatkräftiger Unterstützung der Elternschaft der Bau des Amphitheaters; dieses wurde im Juni 2005 eingeweiht und wird seither als Klassenzimmer im Grünen und für Schulveranstaltungen genutzt.

 

 

Weiterhin verfügt die Schule über einen vom Schulförderverein im Jahre 2006 gestifteten „Piratenpfad“, der im Rahmen der täglichen Bewegungszeit vor allem von den Klassen der Eingangsphase genutzt wird.

 

Ebenfalls aus finanziellen Mitteln des Schulfördervereins wurde im Jahr 2008 eine Kletterwand aufgestellt; die Kosten für erforderliche Reparaturen im Frühjahr 2017 teilten sich der Schulförderverein und der Schulträger.

 

 

Am Ende des Schuljahres 2012/13 stiftete die Fa. Bockholdt der Schule zwei Fußballtore für den Schulhof.

 

 

Als weiterer Lernort entstand ab 2005 ein Schulgarten mit einer Kräuterspirale und Hochbeeten, zu dem seit Herbst 2013 ein Gartenhäuschen zur Aufbewahrung von Gartengeräten und Pausenspielen gehört; auch hierfür übernahm der Schulförderverein die Kosten.

 

 

Seit dem Schuljahr 2002-2003 verfügt die Schule über einen kleinen Musikraum; der Verein „Betreute Grundschule e. V.“, der diesen Gruppenraum bislang genutzt hatte, konnte in den Altbautrakt umziehen und die Räume des Schulkindergartens nutzen.

 

 

Seit dem Schuljahr 2003-2004 bestand bis zum Ende des Schuljahres 2016-2017 eine Druckerei, die der Schule nach Auflösung der Lernwerkstätten des ehemaligen IPTS auf ihre Bewerbung hin überlassen wurde; die Leitung dieser Druckerei oblag einem gelernten Schriftsetzer und Drucker, der an der Schule im Rahmen des Projektes „Kiel Sozial“ arbeitete und nach Abschluss des Projektes ehrenamtlich an der Schule arbeitete.

 

 

 

Im Erdgeschoss des Altbaus war bis zu den Herbstferien des Schuljahres 2009-2010 die Stadtteilbücherei untergebracht, deren Leiterin die Schülerinnen und Schüler unermüdlich mit Lesestoff versorgte und so einen wichtigen Beitrag zur Leseerziehung leistete.

 

Nunmehr konnte der Verein „Betreute Grundschule e. V.“ das gesamte Erdgeschoss des Altbaus nutzen.

 

Die Versorgung des Stadtteils Wellsee und insbesondere der Schule mit günstigem und gutem Lesestoff übernahm ab Januar 2010 der Bücherbus des Kreises Plön.

Der geplante Halt unmittelbar vor der Schule ließ sich verkehrstechnisch nicht realisieren; der Bücherbus hielt zukünftig in der Segeberger Landstraße.

 

Das Gebäude wurde seitens des Schulträgers laufend renoviert und instandgesetzt:

 

2001: Instandsetzung von Lehr- und Lernmittelräumen

2005: Renovierung von Klassenräumen im Altbau

2011: Einbau von Prallschutzwänden in der Turnhalle, Sanierung der Duschen

2012: Sanierung der Heizung und Erneuerung der Fenster

2013: Einbau einer Schallschutzdecke in einer Pausenhalle

2014: Erneuerung des Computerraums und Einrichtung von „IServ“

2015: Einbau neuer Schallschutzdecken im Lehrerzimmer und in der Mensa

2016: Erneuerung der Verglasung der Turnhalle, Erneuerung des Fußbodens im Sekretariat

 

Der Kunst- und Werkraum wurde im Frühjahr 2012 im Zusammenhang mit der Einrichtung der Offenen Ganztagsschule zu einer Mensa mit Ausgabeküche umgewidmet.

 

 

In den Sommerferien des Jahres 2017 wird die ehemalige Druckerei zu einer separaten Ausgabeküche umgebaut.

 

Der Bau einer neuen Mensa auf dem Schulgelände ist seit dem Frühjahr 2017 in Planung.

 

 

Die schulische Arbeit

 

Von grundsätzlicher nachhaltiger Bedeutung für die Entwicklung der Schule waren

 

  • die Arbeit am Schulprogramm,
  • die Erarbeitung schulinterner Curricula,
  • die Einführung der Verlässlichen Grundschule,
  • die Teilnahme an Projekten,
  • die Evaluation im Team (EVIT),
  • die Einführung des Offenen Ganztages,
  • die Erarbeitung schulinterner Zeugnisformulare und
  • die Kooperation mit den örtlichen Kindertagesstätten.

 

Am 01. Juli 2002 wurde auf der Schulkonferenz das erste Schulprogramm beschlossen und nach einer letzten Änderung der Päambel durch Beschluss der Schulkonferenz am 19. Februar 2003 in gedruckter Form an die Schulöffentlichkeit verteilt.

 

Die Evaluation übernahm ein Gremium aus Vertreterinnen und Vertretern aus der Lehrerschaft und aus der Elternschaft.

 

Die Befragung der Elternschaft im Schuljahr 2004-2005 gab Anlass für Diskussionen im Rahmen von Konferenzen, Elternabenden, Schulelternbeiratssitzungen und wichtige Hinweise für die Weiterentwicklung der Schule; diese wurden ebenfalls bei der Überarbeitung des Schulprogrammes berücksichtigt.

Von besonderer Bedeutung für die Schule war der bei einigen Fragen sehr hohe Anteil an Antworten unter der Kategorie „Kann ich nicht beantworten“; dieses führte dazu, bei der Überarbeitung des Schulprogramms aufzunehmen, Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit und Fragen der Schulentwicklung transparenter zu machen.

 

Die Fortschreibung des Schulprogrammes wurde von der Schulkonferenz am 07. März 2006 einstimmig angenommen.

Das Schulprogramm wurde erneut gedruckt und an alle Lehrkräfte und Eltern verteilt.

 

Die aktuelle Fassung des Schulprogramms wurde am 29. Februar 2016 von der Schulkonferenz beschlossen und basiert auf den Ergebnissen einer Arbeitsgruppe aus Lehrkräften und Eltern, die sich auf der Schulkonferenz am 27. März 2014 konstituierte.

 

Die Erarbeitung schulinterner Curricula, die an die Stelle der Stoffverteilungspläne traten, konnte bis zum Ende des Schuljahres 2002-2003 abgeschlossen werden.

 

Das Konzept der Verlässlichen Grundschule wurde im Laufe des Schuljahres 2003-2004 erarbeitet und basierte auf Gesprächen mit dem Örtlichen Personalrat und der Gleichstellungsbeauftragten der Schule, den Leitern der örtlichen Kindertagesstätten, dem Elternverein „Betreute Grundschule e. V. und dem Schulelternbeirat, den Informationen auf einer Schulleiterdienstversammlung und den Ergebnissen der Beratungen auf der Lehrerkonferenz am 06. Januar 2004 und der Versammlung der Klassenelternbeiräte am 07. Januar 2014.

Die Schulkonferenz stimmte diesem Konzept auf ihrer Sitzung am 12. Januar 2004 zu.

 

Vom Frühjahr 2001 bis zum Frühjahr 2005 nahm die Grundschule Wellsee in dem BLK-Projekt „Die Förderung von grundlegenden Voraussetzungen für lebenslanges Lernen“ teil.

 

Intensiv beschäftigte sich die Schulgruppe Wellsee mit der Förderung der Lesekompetenz. Ein Ergebnis war die Etablierung eines Lesefestes seit dem Schuljahr 2005-2006 und die Durchführung fester wöchentlicher Lesezeiten.

 

Die positiven Erfahrungen haben die Schule veranlasst, seit Schuljahresbeginn 2004-2005 auch am mathematisch-naturwissenschaftlichen Projekt „SINUS Transfer Grundschule“ (Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts) mit dem Schwerpunkt HSU teilzunehmen.

Unter den Aspekten „Entdecken, erforschen, erklären“, „Gute Aufgaben“, „Schülervorstellungen aufgreifen - grundlegende Ideen entwickeln“ sowie „Lernschwierigkeiten erkennen - verständnisvolles Lernen fördern“ sollen Kinder selbstständig Lernwege entdecken und das Gelernte eigenständig dokumentieren.

Ziel ist es nicht, Inhalte der Sekundarstufe vorzuverlegen, sondern die kindliche Neugierde zu erhalten bzw. zu wecken.

Ein Schwerpunkt war die Arbeit zum Thema „Schulgarten“. Der Schulgarten ermöglicht den Lernenden unmittelbare Naturbegegnungen und –erlebnisse, die sie anleiten zu beobachten, zu deuten, Zusammenhänge zu erkennen und zu forschen.

In regelmäßigen Set-Treffen tauschten sich Teilnehmende der beteiligten Schulen aus und beraten einander.

 

Seit dem Schuljahr 2005-2006 war die Grundschule Wellsee auch mit dem Fachbereich Mathematik in das Projekt eingebunden.

 

Das Projekt „SINUS Transfer Grundschule“ endetet mit Ablauf des Schuljahres 2008-2009; seitdem engagieren sich Lehrkräfte der Schule im Nachfolgeprojekt „Sinus an Grundschulen“.

 

Die externe Evaluation im Team (EVIT) fand am 22. und 23. Januar 2007 statt.

In seinem Bericht hielt das EVIT-Team die Stärken der Schule fest und gab Empfehlungen für ihre Entwicklung.

 

Besonderes Augenmerk legte die Schule darauf, durch eine Ausweitung offener Lernformen alle Kompetenzen sowie das individualisierende Lernen zu fördern und damit auch den Schülerinnen und Schülern mehr Eigenverantwortung für ihre Lernprozesse zu übertragen; weiterhin wurde angestrebt, neue Medien durch stärkere Nutzung des Computerraumes, die Ausstattung der Klassenräume mit PC und die Beschaffung geeigneter Software stärker in den Unterricht einzubeziehen.

 

Zur Unterstützung fand im September 2007 eine Fortbildung zum Thema "Was ist guter Unterricht" mit einer Studienleiterin des IQSH statt.

Zudem nahm die Schule im Schuljahr 2007-2008 an dem Schulbegleitprojekt des IQSH "Lernkompetenz fördern“  teil.

 

Im Frühjahr des Jahres 2012 beantragte nach einem Beschluss der Schulkonferenz vom 26. März 2012 die Schule die Genehmigung als Offene Ganztagsschule. Ein erster Antrag wurde durch das Ministerium nicht genehmigt, weil die eingereichten Unterlagen Hinweise auf eine begrenzte Teilnehmerzahl und eine Ferienbetreuung enthielten.

Erst nach einem überarbeiteten Antrag erfolgte dann im Mai 2012 die Genehmigung.

 

Die Trägerschaft übertrug der Schulträger dem „Verein für Schülerbetreuung der Grundschule Wellsee e. V.“ (vormals „Betreute Grundschule e. V.“).

 

Zum Schuljahresbeginn 2014-2015 übernahm die Stiftung Drachensee die Trägerschaft.

 

Auf ihrer Sitzung am 19. Juni 2008 beschloss die Schulkonferenz, ab dem folgenden Schuljahr schulintern entworfene tabellarische Berichtszeugnisse zu verwenden; kleinere Änderungen wurden auf der Schulkonferenz am 08. Dezember 2012 beschlossen.

 

Im Schuljahr 2012-2013 begann ein Arbeitskreis aus Lehrkräften und Eltern auch für die Jahrgangsstufen 3 und 4 Kompetenzraster zur Bewertung der ergänzenden Bemerkungen zur Sach-, Sozial-, Selbst- und Methodenkompetenz zu entwerfen.

Die Arbeitsergebnisse wurden auf der Schulkonferenz am 30. Mai 2013 einstimmig bei einer Enthaltung angenommen.

 

Ab dem Schuljahr 2015-2016 waren dann durch das Ministerium vorgegebene Kompetenzraster zu verwenden.

 

Ein weiterer Entwicklungspunkt war die Intensivierung der Kooperation mit den Kindertagesstätten beim Übergang in die Schule.

Bei der Kooperation zwischen Schule und Kindertagesstätten gelang es, Strukturen zu schaffen, die einerseits die Schule über die erworbenen Kompetenzen in Kenntnis setzt und andererseits bei den Kindern die Freude auf die Schule weckt bzw. erhält. Etabliert haben sich die Einbeziehung der Kindertagesstätten in die Einschulungsdiagnose, die Teilnahme der zukünftigen Schülerinnen und Schüler an Schulveranstaltungen, ein Schnuppertag für sie sowie gegenseitige Hospitationen und ein gemeinsamer Informationsabend über den Übergang aus den Kindertagesstätten in die Schule.

Diese gewachsenen Strukturen finden ihren Niederschlag in einem Kooperationsvertrag, der im Juni 2015 von den beteiligten Einrichtungen vereinbart wurde.

 

 

Das Unterrichtsangebot

 

Der Fächerkanon wurde mit Beginn des Schuljahres 2001-2002 auf Elternwunsch durch ein freiwilliges und kostenpflichtiges Angebot im Fach Englisch erweitert.

 

Ab dem Schuljahr 2004-2005 bot die Schule dann im Rahmen einer Erprobungsphase Englisch in den Jahrgangsstufen 3 und 4 verbindlich an.

 

Mit Beginn des Schuljahres 2006-2007 wurde beginnend mit der Jahrgangstufe 3 Englischunterricht im Umfang von 2 Wochenstunden als Pflichtfach eingeführt; damit erweiterte sich der Fächerkanon in den Jahrgangsstufen 3 und 4 um das Fach Englisch ab dem Schuljahr 2007-2008.

 

Seit Beginn des Schuljahres 2000-2001 besteht für die Jahrgangsstufen 3 und 4 ein Wahlpflichtbereich aus musischen und sportlichen Angeboten.

 

Philosophieunterricht wird seit Beginn des Schuljahres 2012-2013, Islamunterricht seit Beginn des Schuljahres 2015-2016 erteilt.

 

Seit November 2010 ergänzt und unterstützt die Organisation Mentor durch Lesehelferinnen und Lesehelfer die schulische Arbeit.

 

Seit dem 2. Halbjahr des Schuljahres 2015-2016 besteht eine Kooperation mit der Musikschule der Landeshauptstadt Kiel; Schülerinnen und Schüler können an einem kostenpflichtigen Unterricht rund um das Klavier teilnehmen.

 

Die Pädagogische Arbeit

 

Die Fertigstellung des Neubaugebietes im Jahre 1993 hatte nicht nur ein quantitatives Anwachsen der Schülerschaft zur Folge, sondern hatte auch deutliche Veränderungen in der Sozialstruktur der Eltern- und Schülerschaft aus Alt-Wellsee, Neu-Wellsee und Rönne zur Folge; diese prägen die pädagogische Arbeit.

Immer mehr Schülerinnen und Schüler bedürfen aus unterschiedlichen Gründen besonderer erzieherischer und unterstützender Maßnahmen, um erfolgreich mitlernen zu können: Insbesondere wird von allen an Schule Beteiligten zunehmend verbale und körperliche Gewalt und die fehlende Bereitschaft und Fähigkeit festgestellt, sich dauerhaft den Anforderungen schulischen Lernens zu stellen.

 

Als ersten Orientierungsrahmen für gemeinsames Lernen erarbeitete eine Gruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Lehrer- und Elternschaft eine Schulordnung, die auf der Schulkonferenz am 31. Mai 2001 verabschiedet wurde und bis heute Gültigkeit hat.

 

Unabdingbar wurde die Kooperation der Schule mit schulischen und außerschulischen Institutionen, insbesondere mit den entsprechenden Ämtern der Stadt Kiel und der Schulischen Erziehungshilfe.

 

Im Rahmen einer Lehrerkonferenz am 27. April 2005 erarbeiteten die beteiligten Einrichtungen ein Kooperationsmodell.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer thematisierten förderliche und hinderliche Faktoren der Zusammenarbeit und hielten fest, dass die Schulische Erziehungshilfe die Funktion als Mittlerin zwischen Schule und dem Amt für Soziale Dienste übernimmt.

 

In diesem Zusammenhang entstand auch der Arbeitskreis zur Gewaltprävention, der sich aus Lehrkräften, Eltern und der Leiterin des Jugendtreffs „Juwel“ zusammensetzte und die Aufgabe hatte, als Anregung für alle an Schule Beteiligten Gestaltungsprinzipien für Erziehung und Unterricht mit dem Ziel aufzulisten, dem Entstehen oder der Verfestigung oben beschriebener Auffälligkeiten entgegenzuwirken.

Die Ergebnisse lagen zu Beginn des II. Halbjahres des Schuljahres 2006-2007 vor und wurden der Schulkonferenz am 23. April 2007 vorgestellt.

 

Im Zusammenhang mit der Arbeit an der Gewaltprävention führte die KSH einen Kursus durch.

Aufgrund der Rückmeldungen von Lehrkräften und Eltern kam eine erneute Durchführung nicht zustande.

 

Die geringe Akzeptanz obigen Konzeptes führte dann zu dem aktuellen Konzept vom 31. Januar 2014, das in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit den Ansatz der Prävention stellt und das in das Schulprogramm aufgenommen wurde.

 

Seit Beginn des Schuljahres 2007-2008 besteht eine Kooperation mit dem an der Matthias-Claudius-Schule angesiedelten SINTI-Projekt.

 

Seit dem Frühjahr 2009 gab es für zwei Schuljahre an der Schule das Mediations-Angebot von Seniorpartner in School e.V., kurz SiS e.V..

Mediation ist ein Verfahren zur kooperativen Konfliktlösung.

Einzelne oder mehrere Schüler, Lehrer und auch Eltern können die Mediatoren bei Konflikten, Streit, Ärger oder Kummer aufsuchen.

Durch Gespräche vermittelt der Mediator als unparteiischer Dritter zwischen den „Konfliktparteien“.

Das Ziel ist, eine von den Beteiligten gemeinsam getragene Lösung zu erreichen. Die Bereitschaft der Beteiligten, dabei Selbstverantwortung und Selbstbestimmung zu übernehmen, ist sehr bedeutsam für den Erfolg.

 

Seit Dezember 2011 erfährt die Schule Unterstützung durch die Schulsozialarbeit; die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Schulsozialarbeit erfolgt nach einer gemeinsam erarbeiteten Kooperationsvereinbarung.

 

Seit dem 01. Februar 2016 arbeitet an der Schule zur Unterstützung der Lehrkräfte bei der Arbeit mit einzelnen Kindern und zur Durchführung eigener Angebote eine Schulassistentin.

 

Ebenfalls der Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenz dienten mehrere Projekte aus besonderen Fördermitteln der Landeshauptstadt Kiel unter der Federführung der Schulsozialarbeit seit dem Schuljahr 2013-2014; sie wurden klassenintern oder klassen-übergreifend mit einzelnen Kindern durchgeführt und beschäftigten sich in den Schuljahren 2013-2014 und 2014-2015 mit der Förderung (Projekttitel: Toleranz beginnt im Klassenzimmer) der Akzeptanz multikultureller Gesellschaften und der Begeisterung für fremde Kulturen; die Kinder sollten zudem für herkunftsbedingte Konflikte und die Auswirkung von Ausgrenzung sensibilisiert werden.

Im Schuljahr 2016-2017 wurde diese Zielsetzung in die Arbeit der Musical-Arbeitsgemeinschaft im Rahmen der Wahlpflichtangebote integriert und wird auch im nächsten Schuljahr fortgeführt.

 

Das Projekt „Starthilfe“ diente im 2. Halbjahr des Schuljahres 2013-2014 und im 1. Halbjahr des Schuljahres 2014-2015 einzelnen Schülerinnen und Schülern zweimal in der Woche als Brücke und Ort der Unterstützung zwischen den Anforderungen schulischen Lernens und Arbeitens und ihrer Lebenswelt. Der Austausch zwischen Schule und Elternhaus wurde dabei aufgebaut und intensiviert.

 

Im 2. Halbjahr des Schuljahres 2015-2016 begann an der Grundschule Wellsee eine Streitschlichterausbildung, in der Kinder aus den Jahrgangsstufen 3 und 4 zu Streitschlichtern bzw. Streitmediatoren ausgebildet werden.

Gemeinsam werden Konfliktsituationen durchgespielt, analysiert und angemessenes Verhalten trainiert; so wurde Schritt für Schritt soziale Kompetenz aufgebaut.

Die Mädchen und Jungen helfen nach ihrer Ausbildung immer in der 1. Großen Pause im Streitschlichter-Raum anderen, Streit und Probleme zu lösen.

Dabei werden nach eingeübten und festen Regeln mit den Kontrahenten Lösungen gesucht und mit einem Vertrag beschlossen.

 

Seit dem Schuljahr 2016-2017 nimmt die Schule an dem Programm „fit und stark plus“ teil.

"fit und stark plus ist ein ganzheitliches und erprobtes Programm zur Förderung eines gesundheitsorientierten Lebensstils und zur Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung bei Grundschulkindern. Es soll die Schülerinnen und Schüler altersgerecht befähigen, die Verantwortung für ihr eigenes Wohlbefinden selbst zu übernehmen. Die dafür erforderlichen Kenntnisse und Kompetenzen werden während der gesamten 4jährigen Grundschulzeit mit viel Spaß spielerisch vermittelt und geübt.

Durch „fit und stark plus“ wird die Freude der Kinder an der Gesundheit durch Bewegung, Ernährung oder Entspannung ebenso gefördert, wie das Wissen über den eigenen Körper oder den Umgang mit Schmerzen. Die Kinder erfahren die Bedeutung von Gemeinschaft, Zuneigung und sozialer Unterstützung. Sie können eigene Widerstandskräfte situationsgerecht mobilisieren, lernen Probleme eigenständig zu lösen und mit Konflikten oder Aggressionen umzugehen.

„fit und stark plus“ wird ausschließlich von Lehrerinnen und Lehrern in den Unterricht integriert und vermittelt.

Die Effektivität und Nachhaltigkeit von „fit und stark plus“ wurde in einer großen Evaluationsstudie gezeigt. Innerhalb kurzer Zeit hat „fit und stark plus“ eine hohe Akzeptanz und Verbreitung gefunden. Gegenwärtig nehmen über 8.000 Grundschulkinder am Programm teil.

(http://www.ifa-ggmbh.de/index.php/fit-und-stark-plus)

 

Schulleben

 

Viele Veranstaltungen haben lange Tradition und sind im Selbstverständnis der Grundschule Wellsee verankert.

 

Zu nennen sind hier die Einschulung, Schulfeste, Bundesjugendspiele, sportliche Wettkämpfe mit anderen Schulen, die Abnahme des Laufabzeichens, Aufführungen der musischen Arbeitsgemeinschaften, die Teilnahme an Aufführungen externer Künstlerinnen und Künstler und die klassenintern durchgeführten Projekte und Wandertage sowie Klassenfahrten.

 

 

 

 

Seit dem Ende des Schuljahres 2000/2001 etablierten sich darüber hinaus die Verabschiedung der 4. Klassen und  Feiern der ganzen Schule aus jahreszeitlichen und religiösen Anlässen.

 

Um die Darbietungen der Schülerinnen und Schüler angemessen darbieten zu können, beschaffte die Schule im Jahr 2004 aus angesparten Haushaltsmitteln eine Bühne.

 

Im Jahre 2005 wurde erstmals ein Lesefest durchgeführt.

 

Hinzu kamen ab dem Schuljahr 2007-2008 gemeinsam mit der Trinitatis-Kirchengemeinde erarbeitete Schulgottesdienste; seit diesem Schuljahr erleben die Schülerinnen und Schüler in der Grundschulzeit in jedem Schuljahr einen auf die Altersstufe abgestimmten Symbolgottesdienst.

 

Im Frühjahr 2010 wurde erstmals mit großem Erfolg mit dem Zirkus Traber ein Zirkusprojekt durchgeführt.

 

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Besondere Außenwirkung für die Schule erreichten die Fußballmannschaft der Jungen durch das Erringen der Kreismeisterschaft im Jahre 2014 und die Musical-AG durch ihre Auftritte außerhalb der Schule in den Kindertagesstätten, während der Stadtteilfeste, auf der Jungen Bühne während der Kieler Woche und im Freilichtmuseum Molfsee.

 

 

 

Auf der Schulkonferenz am 27. März 2014 wurde beschlossen, zukünftig in jährlichem Wechsel einen Schulausflug aller Schülerinnen und Schüler, ein Zirkusprojekt, ein Schulfest und Projekttage durchzuführen.

 

Dieser Zyklus startete am 17. Juni 2014 mit einem erfolgreichen Ausflug aller Schülerinnen und Schüler und aller Lehrkräfte nach Eekholt; es folgte vom 16. März bis zum 20. März 2015 das Zirkusprojekt.

Bei der Planung des Schulfestes am 01. Juli 2016 wurde besonderes darauf geachtet, durch die Auswahl der Spiele und das Buffet die kulturelle Vielfalt der Schule in den Mittelpunkt zu stellen.

 

Vom 01. – 03. Februar 2017 folgten Projekttage rund um das Thema „Erste Hilfe“.

 

Im Rahmen der Schulprogrammarbeit entstand im Schuljahr 2004-2005 eine erste Jahres-Grobzeitplanung für Schulveranstaltungen, die laufend ergänzt wurde und am 19. Februar 2015 auf der Schulkonferenz in der aktuellen Fassung verabschiedet wurde.